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KI im Unternehmen: Erst das Problem, dann die Lösung.

  • ks8585
  • 23. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Wenn selbst ein Küchenchef der gehobenen Küche auf KI setzt, ist die Frage nicht mehr, ob KI zu einer Branche passt. Sondern wofür sie eingesetzt wird.


Künstliche Intelligenz in der Küche? Spontan würde ich sagen: Für nichts! Kochen ist ein Handwerk, eine Kombination aus Technik, Timing, Intuition und einer grossen Portion Experimentierfreude. Das komplette Gegenteil von Algorithmus.


KI dort, wo ich sie nicht erwartet hätte


Dann habe ich mich neulich mit einem Küchenchef unterhalten, 16 Gault-Millau-Punkte, Bankette für hunderte von Gästen, ein Betrieb, der täglich auf Hochtouren läuft. Er wusste, dass ich als Consultant und irgendetwas mit IT arbeite, und so kamen wir auf KI zu sprechen.


Er erzählte mir, dass er KI nicht mehr aus der Küche wegdenken kann. Mit grossen Augen schaute ich ihn an und wollte natürlich sofort wissen, in welchen Use Cases er sie einsetzt. Er rechnet damit, was er bestellen muss: Portionen, Mengen, Einkaufslisten, Marge pro Gericht. Was früher Stunden gebraucht hat, macht er jetzt in Minuten. Und wenn er mit neuen Gerichten experimentiert, hilft ihm die KI dabei.


Ich war perplex. Denn ich habe selbst bemerkt, dass ich, obwohl ich der Nutzung von KI gegenüber auch berufsbedingt enorm offen bin, doch gewisse Schubladen habe, wie z.B. Küche gleich analog.


KI im Unternehmen beginnt mit einem konkreten Problem


Was mich an diesem Gespräch nachgehallt hat. Er wusste haargenau, wofür er KI einsetzt, wann und wie. Er hatte ein konkretes Problem und suchte eine konkrete Lösung. Genau das macht den Unterschied, der in der Praxis riesig ist.


Erst das Was, dann das Wie


KI macht, ob wir wollen oder nicht, vor keiner Branche mehr halt. Die entscheidende Frage ist nur noch: wofür? Wer das nicht für sich beantwortet, nutzt KI wie das blinde Huhn, das auch mal ein Korn findet. Deshalb immer zuerst: Was will ich erreichen? Und erst dann: das Wie.


Wo hat dich KI zuletzt überrascht?



Koch in Profiküche tippt auf Tablet neben Schüsseln mit Zutaten und Ölflaschen, konzentrierte Arbeitsatmosphäre.
Auch in einer Profiküche wird auf KI gesetzt.

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