Bullshit-Bingo bei der Software-Auswahl: Wann Standardlösungen wirklich passen.
- ks8585
- 6. Aug.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 20. Aug.
Jedes Mal, wenn einer dieser Begriffe im Meeting fällt, gibt es einen Punkt.
Best Practice
Standard
Out of the Box
Plug & Play
Skalierbar
Zukunftssicher
Nahtlose Integration
End-to-End
KI-gestützt
Effizienzsteigerung
Wer zuerst fünf Treffer hat, bekommt... nun ja, meistens ein weiteres Meeting.
Ok, Spiel beiseite, jetzt aber zum wesentlichen.
Standardlösungen haben einen echten Vorteil
Ich arbeitete selbst viele Jahre als Software-Verkäuferin und kenne beide Seiten gut. Standardlösungen haben einen echten Vorteil. Sie sind verständlich, haben eine klare Preisstruktur und lassen sich hervorragend präsentieren.
Wenn es nur nicht diesen einen kleinen Haken geben würde: den KUNDE und seine BEDÜRFNISSE.
Kein Geschäftsführer sitzt mir gegenüber und sagt: "Unser Unternehmen funktioniert genau wie alle anderen." Im Gegenteil. Die Kunden, die Produkte, die Mitarbeitenden und erst recht die Abläufe sind anders. IMMER.
Wenn Standard auf Realität trifft
Und genau dort beginnt das Spannungsfeld. Der Kunde erklärt, warum er eine Ausnahme ist. Der Verkäufer erklärt, warum der Standard trotzdem passt. Auf eine Weise haben beide recht.
Die bessere Frage wäre: Welches Problem kostet euch heute am meisten Zeit, Geld oder Nerven?
Erst wenn diese Antwort klar ist, lohnt es sich, über Software, KI oder Digitalisierung zu sprechen. Eine Privatbank hat andere Herausforderungen als eine Arztpraxis oder ein Produktionsbetrieb. Beide können von Technologie profitieren, aber auf völlig unterschiedliche Weise.
Erst das Unternehmen verstehen, dann die Technologie
Technologie ist selten das eigentliche Problem. Fast immer beginnt die Lösung damit, das Unternehmen zuerst wirklich zu verstehen.
Ist Standard im Softwarebereich für dich je wirklich aufgegangen?

